SVD Frauen kämpfen um Finalevent-Ticket

SVD Diepoldsau-Schmitter, Anton Lässer

Auf diese Saison hat sich beim Nationalliga Spielbetrieb bekanntlich der Modus etwas geändert. Nach einer einfachen Vorrunde, Jeder gegen Jeden, kämpfen die besten fünf Teams der NLA um die vier Startplätze am Finalevent. Dabei nehmen sie jeweils die Hälfte der gewonnenen Punkte aus der Vorrunde mit. Somit kann Leader Neuendorf, welche alle ihre Spiele im Grunddurchgang gewonnen hat mit einem Vorsprung von zwei Punkten auf die Verfolger Oberentfelden und Jona gehen. Auf die Diepoldsauerinnen, die auf dem vierten Zwischenrang stehen, und Kreuzlingen sind es gar deren drei.

Am Sonntag kommt es nun zur ersten Qualifikationsrunde, wo die Damen auf den Leader aus dem Solothurn antritt und sich auch mit dem STV Oberentfelden misst.

Dabei können die Diepoldsauerinnen nun endlich auf denkompletten Kader zurückgreifen. In der ersten Begegnung will man den zweitplatzierten Aargauerinnen aus Oberentfelden direkt zeigen, dass eines der begehrten Finalevent-Tickets an die Rheintalerinnengehen soll. Mit Bognar im Angriff wird auch der nötige Druck am Service und die gewohnte Durchschlagskraft aus dem Rückschlag wieder in die Mannschaft zurückkehren. Doch sich nur darauf zu beschränken, wäre für Trainer Toni Lässer fatal: „Wir spielen ab jetzt nur noch gegen die besten Teams der Liga. Da wären wir nicht gut beraten uns auszuruhen und auf Tanjas Stärken zu beschränken. Wir haben eine ebenso starke Defensive, welche am Sonntag eine top Leistung abrufen muss, um es unseren Gegnern möglichst schwierig machen, Punkte erzielen zu können. Sollte uns das gelingen, sind wir für jeden Gegner der Liga sehr schwer zu schlagen.“

Gegen Oberentfelden wird es wie immer ein Spiel geben, welches über den Kampf entschieden wird. Körperlich sind die SVD-Frauen dem deutlich älteren Gegner sicher ein Schritt voraus. Dies gilt es auszunutzen und den Aargauerinnen das eigene Spiel aufzuzwingen, bei dem der Gegner viel Laufarbeit aufbringen muss. Finden Kapitänin Eva Lässer & Co. zu ihrer gewohnten Stärke dürften sie leicht in der Favoritenrolle stehen.

Anschliessend haben die Frauen ein Spiel lang Zeit um sich zu regenerieren, ehe sie gleich gegen den Tabellenführer Neuendorf antreten. Während die Konkurrenz über die Saison immer wieder schwächelte gelang es den Solothurnerinnen mal für mal gute Leistungen abzurufen und gewannen alle Spiele. Jedoch wird Nationalspielerin Noemi Egolf, welche als wichtige Teamstütze auf der Mittelposition gilt, allem Anschein nach wegen einer Knieverletzung ausfallen. Es wird spannend sein, wie der Leader mit diesem Rückschlag umgeht und allen voran, wie sie den Ausfall kompensieren wollen. Der SVD Diepoldsaukennt die Stärkern und Schwächen des Gegners und weiss auch, wie man sie schlagen kann. Konnte Diepoldsau in Bestbesetzung auflaufen, verliessen sie in den letzten Jahren das Feld fast immer als Sieger. Jedoch hat sich der Kontrahent im Angriff mit Ex-Nationalspielerin Andrea Gerber im Angriff namhaft verstärkt. Somit ist also eine extrem spannende Partie vorprogrammiert.

Optimal wäre es für die SVD-Frauen gleich mit zwei Siegen ein Ausrufezeichen im Kampf um die ersten vier Plätze zu sichern. Sie werden alles daran setzten, um am Finalevent in Jona dabei zu sein und wollen nicht das Team sein, welches am Ende in den sauren Apfel beissen muss und die Saison frühzeitig beendet.

NLB Damen mit spannender Aufgabe

Zur gleichen Zeit am gleichen Ort tritt das Reserveteam der Diepoldsauer Frauen zur Auf/Abstiegsrunde der NLA/NLB an. Dank eines sehr guten dritten Rang in der NLB Vorrunde dürfen sich die Frauen von Trainer Norbert Sindlernun mit den drei letzten Teams der NLA und den beiden Teams, welche in der NLB vor den Rheininslerinnen stehen, messen. Chancen auf den Aufstieg hat das Team jedoch nicht, da pur eine Mannschaft pro Verein in der Nationalliga A spielen darf.

Trotzdem ist es für das junge Team eine willkommene Standortbestimmung und sie können dabei wichtige Erfahrungen für die Zukunft machen. Los geht’s mit der ersten Begegnung gegen die sehr erfahrene Mannschaft aus Embrach. Der Mehrfache Schweizermeister hat viele Ex-Nationalspielerinnen in ihren Reihen und dürfte ein dickes Brett für die Diepoldsauerinnen sein. In der Zweiten Begegnung misst man sich mit der Reserve aus Neuendorf. Diese konnten in der Qualifikation die Direktbegegnung gegen die Diepoldsauerinnen mit 14:12 im Entscheidungssatz gewinnen, nun soll der Spiess aber umgedreht werden.

Mittelfrau Alessia Benz freut sich auf den Spieltag: „Es ist toll, dass wir uns dank der guten Leistungen für diese Runde qualifiziert haben. Hier können wir als Team weiter wachsen und wollen einen Schritt nach vorne machen. Für mich persönlich ist es auch wichtig, dass ich hier vor der U18 EM nochmals Spielpraxis auf etwas höhrerem Niveau erlangen und mich so optimal auf den Event vorbereiten kann.“

Die EM von der sie spricht findet am 13./14. Juli in Hohenlockstedt in der Nähe von Hamburg statt. Nebst Benz, welche in den Kader nominiert wurde wird dort auch Malik Müller, Spieler der ersten Herrenmannschaft als Co-Trainer mitreisen.

Gleich vier weitere Spielerinnen des SVD Diepoldsau-Schmitter werden in diesem Sommer noch auf der internationalen Wettkampfbühne stehen. Die NLA-Spielerinnen Tanja Bognar, Jamie Bucher, Katrin Lüchingerund erstmals auch Sarina Mattle schaffen den Sprung ins Nationalkader der Frauen und messen sich am 18.-20. Juli in Tschechien mit den besten Nationalteams aus Europa. Somit machen die Rheininslerinnen zusammen mit Trainer Toni Lässer fast die Hälfte des Damennationalteams, was ein Zeugnis für die gute Arbeit im Damenbereich in Diepoldsau ist.

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