SCR verliert Kehrauspartie gegen die Argovia Stars

Sascha Moser 22 „in alter Frische“

Rumpfteam des  SC Rheintal geht mit 1:4 gegen die Sterne Aarau unter.

SEPP SCHMITTER

Der Trainer der Argovia Stars Renggli Beat war in der komfortablen Lage, dass er aus seinem 30 Mann Kader auswählen konnte und darum gab es auf zehn Positionen Änderungen gegenüber den letzten Spielen. Roger Nater hingegen musste wiederum auf die Leihgabe Sascha Moser aus dem Team 2 zurückgreifen und hatte trotzdem keine drei kompletten Blöcke zur Verfügung. Das Spiel entwickelte sich darum ähnlich wie im Dezember. Die Hausherren spielten keck nach vorne und kassierten beim ersten Gegenangriff aber das erste Tor. Mit einem satten Schuss aus dem Handgelenk liess Kevin Barz dem Torhüter des SCR Ramon Metzler keine Chance. Dominik Pfeiffer korrigierte das Resultat zwei Minuten später mit seinem Tor zum Ausgleich. Dann war der Sportchef als Eisbohrer gefragt. Und weil sich das wohl auch vierzig Jahre alte Tor nicht mehr befestigen liess, musste für einmal nicht der Torhüter, sondern das Gehäuse ausgewechselt werden.

Sportchef und „Mädchen für alles“ Fabian von Allmen.

Wieder das verflixte Mitteldrittel

Das Spiel wogte nun hin und her, der SCR druckvoller und mit mehr Spielanteilen, aber wie so oft ohne zählbares Resultat. Einzig Sascha Moser konnte wirkliche Akzente setzen, spielte als einziger direkt aufs Tor. Seine Kollegen versuchten es hingegen immer wieder mit System „Sputnik“. Das heisst, die Scheibe ins Drittel tragen, einmal ums Tor kreisen und erfolglos einen Anspielpartner suchen, anstatt das Glück mit eigenem Abschluss zu versuchen. Und so kam es wie es kommen musste, die Gäste nutzten das erste Powerplay zur erneuten Führung. Nach dem dritten Treffer der Argovia Stars erhielten die Luchse sogar die Möglichkeit einer doppelten Überzahl, doch auch das war keine Garantie für ein Tor. Wiederum kreiste die Scheibe ums Tor, doch es liess sich keine Lücke aufreissen, die zum Erfolg hätte führen können.

Wie man es besser machen könnte, demonstrierten die Gäste im Schlussdrittel als sie die Überzahl mustergültig zum 1:4 verwandelten und damit den Sack zumachten. Eine Phase des Aufbäumens der Luchse brachte optisch etwas Hoffnung zurück, doch die Angriffe waren zu unpräzise oder wurden mit allen Mitteln gestoppt. Dadurch bekamen die Rheintaler einen Penalty zugesprochen. Sascha Moser übernahm die Verantwortung, scheiterte aber knapp am guten Torhüter der Stars. Das war dann das Ende der Fahnenstange, die Gäste gewannen das Spiel, sicher auch weil sie frischer waren und mit mehr Leidenschaft und Siegeswillen antraten.

Sehr zur Freude des kleinen aber feinen Argovia Fanclubs, auswärts wie Zuhause zwei Mann und eine Frau, die aber bei Auswärtsspielen  ihre Pauke einsetzen konnten und auch für gute Stimmung sorgten.  Die immerhin nach fast dreihundert Rheintaler Zuschauer mussten zur Kenntnis nehmen, dass die Mannschaft in dieser Besetzung  langsam auf dem Zahnfleisch läuft und an ihre Grenzen stösst.  Die Teamverantwortlichen  müssen nun ihre Hausaufgaben machen, um die nächste Saison in dieser Hinsicht besser aufzustellen. Gerade auch die immer noch grosse Zahl der Besucher ist eine Verpflichtung dafür, doch laut Sportchef ist die Sache auf gutem Wege.

Auch das wird einmal ein „Grosser Fanclub“

Weiter geht es noch am Dienstag in Uzwil, das gegen die Red Lions auswärts mit 6:2 gewonnen hat. Saisonabschluss ist dann am Samstag 2. März in Reinach gegen die roten Löwen.

Für die SCR Gegner Prättigau, Wil, Pikes Oberthurgau und Frauenfeld ist die Saison nach der ersten Play-off-Runde schon zu Ende.

Halbfinalresultate:  Arosa – Bellinzona 8:0, und Wetzikon –  Herisau 4:1.  

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