SCR mit Niederlage im Tessin

Mit nur 15 Spielern und zwei Torhütern reisten die Luchse am Mittwoch nach Bellinzona. Dort gab es für sie aber keine Punkte zu holen; sie mussten sich 4:7 geschlagen geben.  

LARISSA BINDER

Spannung schon zu Spielbeginn: nach knapp einer Minute musste der erste Luchs in die Kühlbox. Der SCR liess sich dadurch vorerst nicht beirren und versuchte Druck im gegnerischen Drittel zu machen. In der 5. Minute fiel dann auch schon der erste Treffer für die Rheintaler durch Thurnherr – Vorschusslorbeeren, auf denen man sich aber nicht ausruhen konnte. Bald begannen auch die Gastgeber mächtig Druck vor Metzlers Gehäuse zu machen. Als dann wiederum ein Luchs, diesmal wegen zu vielen Spielern auf dem Eis, für zwei Minuten aufs «Bänkli» musste, nahmen die Tessiner ihre Chance wahr und glichen aus. In der 17. Minute folgte dann der Führungstreffer für Bellinzona.

Verpasste Abschlüsse im Mitteldrittel

Auch im Überzahlspiel fanden die Luchse auch nach langem Suchen den optimalen Abschluss nicht; auch nicht mit zwei Mann mehr auf dem Eis. Dann passierte, was passieren musste: die Scheibe gelangte zu Taiana, der diese gekonnt ins obere Eck verstaute – 1:3. Langsam aber sicher schienen die Rheintaler zu spüren, dass sie mit nur 15 Spielern angereist waren. In Unterzahl folgte das 1:4. In der 38. Minute dann ein Hoffnungsschimmer: Engler zog los, wurde aber unfair gestoppt. Im darauffolgenden Powerplay kurz vor dem Pausentee, wo die Scheibe schön zirkulierte, konnte ebendieser auf das Zuspiel von Ströhle das notwendige 2:4 erzielen.

Action folgte zum Schluss

In der Pause schienen die Luchse zu neuer Energie gelangt zu sein. In der 45. Minute dann der Anschlusstreffer zum 3:4 durch Captain Holenstein. Doch die Gastgeber bauten wenige Minuten später ihre Führung auf 3:5 aus. Die Luchse liessen nicht locker, aber an Keeper Chmel war kein leichtes Vorbeikommen. Das Timeout in der 55. Minute brachte nicht den erhofften Anschlusstreffer, sondern ein Gegentor. Knapp eine Minute später fand Ströhle auf das Zuspiel von Engler und Gschliffner schnell den Abschluss zum 4:6. Das Glück wollte nun aber nicht mehr auf die Seite der Gäste wechseln und so kam es in der 57. Minute noch zum 4:7.

Am Samstag in Frauenfeld

Bereits am Samstag geht die Meisterschaft in die nächste Runde. Die Luchse sind diesmal zu Gast beim EHC Frauenfeld. Die Thurgauer durften zu Beginn der Saison mehrere Siege nacheinander feiern, die letzten beiden Partien gegen Arosa (2:9) und Wetzikon (2:5) konnten sie aber nicht auf ihr Punktekonto gutschreiben. Nach der Niederlage in Bellinzona sind auch die Luchse wieder gierig auf Punkte, um wieder über den Strich klettern zu können. Es wird eine spannende Partie erwartet. Spielbeginn ist um 17:30 Uhr in der KEB Frauenfeld.

Telegramm:
31.10.2018, 20:15 Uhr
GDT Bellinzona – SC Rheintal 7:4
Centro Sportivo, Bellinzona
138 Zuschauer

Tore: 5. Thurnherr (Stoop) 0:1; 11. Lakhmatov (Masa, Schena) 1:1; 17. Capella 2:1; 28. Taiana (Capella, Fratessa) 3:1; Rosselli (Masa, Lakhmatov) 4:1; 39. Engler (Ströhle, Bartholet) 4:2; 45. Holenstein (Stieger) 4:3; 50. Fratessa (Taiana) 5:3; 55. Masa (Schena, Fratessa) 6:3; 56. Ströhle (Engler, Gschliffner) 6:4; 57. Rosselli (Masa) 7:4

Strafen: 5×2 Min gegen Rheintal; 7×2 Min gegen Bellinzona

Rheintal: Metzler (Lütscher); Binder, Gschliffner; Knöpfel, Manser; Berweger, Stieger; Bartholet, Engler, Ströhle; Holenstein, Lenz, Peiffer; Thurnherr, Stoop, Romagna. Coach: Roger Nater

Bellinzona: Chmel (Canepa); Spinetti, Rosselli; Rigo, Fratessa; De Bernardi, Biasca; Lakhmatov, Masa, Schena; Ermani, Cordiano, Tella; Juri, Capella, Taiana; Bobbia, Sartore, Bernasconi; D’Andrea. Coach: Nicola Pini

 

 

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