Regionaler Fussball – im Wandel der Zeit

In der SportJack Rubrik „Regionaler Fussball im Wandel der Zeit“ befassen wir uns aktuell mit der Winterpause, Transferfristen und Spielerverträge.

Winterzeit ist Transferzeit

Kaum ist die Vorrunde der Saison vorbei, wird bei den regionalen Vereinen erste Bilanz gezogen. Was lief gut, was schlecht und wo muss man dringend den Hebel ansetzen. Die Verträge, welche im Sommer von den Spielern unterzeichnet wurden, haben keine wirkliche Gültigkeit und somit geht das Feilschen um Spieler wieder von vorne los.

Spielerverträge und ihre Gültigkeit

Früher war es ein Wort, später ein Handschlag und heute wird ein Vertrag unterschrieben, der eigentlich keine Gültigkeit hat. Die sportlichen Leiter aller regionalen Vereine haben in einem Jahr zwei Hochkonjunkturen. Im Frühling, Mitte der Rückrunde und im Herbst, Mitte der Vorrunde. Der eine Verein beginnt früher mit seinen Spieler zu sprechen und der Andere etwas später nach Abschluss der Vorrunde. Doch wie vielen bekannt ist, kann es da oftmals schon zu spät sein, denn die Spieler, die im Fokus sind, haben ihre Gespräche bereits geführt. Wer zu spät nach Spieler Ausschau hält, muss wohl oder übel tief in die Tasche greifen, will man noch eine Verstärkung verpflichten.

Die Angst, die eigenen qualifizierten Spieler nicht halten zu können, geistert jedes Jahr wieder aufs Neue auf den Fussballplätzen umher. Dazu kommen dann noch die „Wandervögel“, die für CHF 20.— mehr gleich bei einem anderen Verein unterschreiben, obwohl sie noch einen offenen laufenden Vertrag haben. Deshalb nützen diese Verträge im Grunde nicht viel, dennoch hält man als Verein an ihnen fest.

Wie sich das Transferfenster entwickelte

Das Transferfenster ist vom 15. Januar bis zum 15. Februar für internationale Übertritte und bis zum 28. Februar für alle anderen Qualifikationsgesuche offen.

Ein Abwehrchef mit dem Auge für den ersten Pass? Ein Spielmacher mit Vorbereiterqualitäten? Oder ein echter «Knipser» gegen die Torimpotenz?

In dieser Zeit wird nicht nur bei den Profis, nein auch bei den Amateuren und Hobbyfussballern fleissig gewechselt. Früher hat man sich für den eigenen Verein in ewiger Treue aufgeopfert und wechselte den Verein nur dann, wenn man für höheres berufen worden ist oder man bei einem anderen Verein die Möglichkeit auf Spielpraxis hatte. Der Stammverein war wichtig und die Vereine richtig im Dorf etabliert. Heute ist alles anders…

Das Rheintal im Vergleich zum Vorarlberg

Wenn man zu den Nachbarn nach Österreich schaut, wird halbjährlich immer wieder aufs Neue ein Rekordwechsel verzeichnet. Was man den Vorarlbergern jedoch zu Gute halten muss, ist, dass der Fussball im Ländle lebt und im Dorf nach wie vor stark etabliert ist. Zudem verzeichnet praktisch jeder Verein Wochenende für Wochenende einen soliden und passablen Zuschauerschnitt.

Im Vergleich zum Vorarlberg ist der Fussball-Fan im Rheintal rar geworden, Interessen für die Vereine gesunken und so verfügen die Clubs auch nicht mehr über die nötigen Mittel um gross auf dem Transfermarkt mitzumischen. Man begnügt sich mittlerweile mit dem was man hat und akzeptiert die entsprechende Situation in der man sich befindet. Heute noch mehr als noch vor Jahren, als Derbys noch Fights waren, die Siegergesänge bis in alle Nächte zu hören waren und eine Niederlage doppelt und dreifach schmerzte.

 

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