Nur einen Punkt gewonnen

Der SC Rheintal kämpft sich nach zwei Toren Rückstand in die Verlängerung und verliert nach Penaltyschiessen mit 2:3.

Mit dem letzten Aufgebot von nur noch fünf gelernten Verteidigern musste der SC Rheintal in Aarau antreten, was die Sache auch nicht einfacher machte. Dieses Manko zeigte sich, als ein Abwehrversuch am eigenen Torpfosten endete, es war nicht der einzige Pfostenschuss an diesem Abend. Die Luchse waren aber chancenlos beim lehrbuchmässig abgespulten Powerplay der Aargauer nach zehn Minuten. Diese 1:0 Führung lockte die Gäste aus der Reserve, aber trotz gefälligem Spiel blieb es beim knappen Vorsprung der Hausherren.

Zerzaustes Mitteldrittel.

Die Pausenphilosophie von Trainer Renggli musste eine andere gewesen sein als die von Roger Nater, denn die Argovia Stars  legten los wie die Feuerwehr. Schon nach 9 Sekunden musste Ramon Metzler sein ganzes Können aufbieten um den Sololauf zu stoppen, der Rest der Mannschaft war noch im Pausenmodus. Mehrere Chancen konnten die Einheimischen zum Glück nicht nutzen und dann gab es noch eine Strafe gegen den SCR. Das nervte gewaltig und so gab es gleich einen Weckruf mit dem Timeout für den SC Rheintal nach nur 3 Minuten. Dieses zeigte Wirkung, es wurde wieder konzentrierter nach vorne gespielt. Und wenn man kein Glück hat, so kommt auch noch Pech dazu, Renato Engler scheiterte mit seinem Solo wieder einmal an der Torumrandung. Und mitten in diese Rheintaler Möglichkeiten, wie aus dem Nichts das 2:0 für Argovia, ein schneller Konter wurde erfolgreich abgeschlossen. Diesen Tiefschlag mussten die Luchse erst einmal wegstecken und nur wenige hätten noch auf einen Punktgewinn der Rheintaler gewettet.

Umschwung im Schussdrittel.

Es kam die Erfahrung von Roger Nater zum Zuge, er baute seine Sturmlinien etwas um, konzentrierte die Kräften und hatte Erfolg. Damian Holenstein konnte endlich den Anschluss realisieren, Adrian Ströhle und Renato Engler hatten vorbereitet. Das gleiche Trio war auch für den Ausgleich verantwortlich, fünf Minuten vor Schluss hatte Renato Engler die Nerven und traf endlich ins Netz zum 2:2. Nun war alles möglich und fast hätten sich die Hausherren die Butter selber vom Brot genommen, denn sie kassierten gleich zwei Strafen. Diese Riesenmöglichkeit liessen sich die Rheintaler aber galant entgehen und so kam es zur Verlängerung. Aber auch diese fünf Minuten  brachte keine Entscheidung und so kam es zum Penaltyschiessen. Die ersten 12 Schützen gescheiterten an den starken Torhütern, den schwachen Nerven und einer traf wieder einmal nur den Pfosten. Den ersten Treffer für Argovia konnte Jan Monstein noch ausgleichen, doch der zweite Treffer von Justin Cueni war einer zu viel und damit blieb der Zusatzpunkt in Aarau. Zu Recht wurden die beiden Torhüter als Best Player ausgezeichnet. Stimmung kam aber trotzdem wenig auf. In der Aargauer Halle sind alle Lärminstrumente ausser dem eigenen Mundwerke verboten und dieses war nach dem langen Spiel schon arg strapaziert. Ein schlussendlich spektakuläres Spiel, das sicher mehr als die 150 Zuschauer verdient hätte. Und auch die 15 Supporter des SC Rheintal mussten ihre lange Reise nicht bereuen, es gab immerhin einen wichtigen Punkt und damit immer noch einen Platz über dem ominösen Strich.

Weiter geht es am Mittwoch 31. Oktober in Bellinzona.

Auch das Team 2 war sehr erfolgreich:  Sie besiegten den KSC Küssnacht am Rigi aus der 2. Liga mit 6:3 und ist damit im Cup eine Runde weiter.

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