Faustball Widnau verpasst Titelverteidigung nur hauchdünn

Nach dem grossartigen Sieg am letztjährigen EFA-European Cup verpassen Widnaus Faustballer die Titelverteidigung nur ganz knapp. Als Gruppensieger am Samstag qualifizieren sie sich direkt fürs Halbfinale und gewinnen dieses am Sonntag solide. Im Endspiel geben die Rheintaler nach einer 2:0 Satzführung den Sieg mit 13:15 im Entscheidungssatz aus der Hand.

Faustball

Als Titelverteidiger hatte Faustball Widnau am diesjährigen Europacup grosse Ambitionen. In der Meisterschaft zeigte die Formkurve in den letzten Wochen kontinuierlich nach oben und die Vorbereitung auf das Saisonhighlight schien optimal zu aufzugehen. Entsprechend energisch stiegen die Rheintaler am Samstag in die Vorrunde ein.

Gruppensieger am Samstag

Gleich die ersten beiden Spiele gegen Elgg-Ettenhausen und Schweinfurt-Oberndorf entschied Widnau überzeugend mit 2:0 für sich. Im darauffolgenden Duell trafen sie auf den frisch gebackenen österreichischen Meister aus Linz. In einem hochstehenden Match und nach verlorenem Startdurchgang zeigte Widnau die wahrscheinlich geschlossenste Mannschaftsleistung im bisherigen Saisonverlauf und rang einen der top Favoriten im Entscheidungssatz nieder. Mit einem Sieg im abschliessenden Aufeinandertreffen mit dem italienischen Meister aus Bozen könnte somit der Gruppensieg aus eigener Kraft sichergestellt werden. Doch kurz vor dem letzten Gruppenspiel zogen dichte Gewitterwolken über Kleindöttingen (AG) auf und orkanartige Böen machten dieses Spiel zur Zitterpartie. In den entscheidenden Momenten behielten die Rheintaler einen kühlen Kopf und gewannen, zwar knapp, aber verdient in zwei Sätzen und zogen dadurch als Gruppensieger direkt in den Halbfinal vom Sonntag ein.

Hochklassige Finalspiele am Sonntag

Im Halbfinale trafen sie erneut auf das Team um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Fabian Sagstetter aus Schweinfurt-Oberndorf, dass man in der Vorrunde 2:0 bezwingen konnte. Die Deutschen zeigten aber am Sonntagmorgen im Viertelfinal eine sehenswerte Leistung gegen den Schweizer Tabellenführer aus Diepoldsau und durften auf keinen Fall unterschätzt werden. So verlief auch der Halbfinal gegen Widnau einiges umkämpfter als nochdas Gruppenspiel vom Vortag. Vor allem nach dem Satzausgleich zum 1:1 entwickelte sich ein offener Schlagabtausch zwischen den beiden Teams. Es waren aber die langen und umkämpften Ballwechsel, welche Widnau dank starker Abwehraktionen immer wieder für sich entscheiden konnte, was bei den Rheintalern für die nötige positive Energie sorgte. Mit zwei Teilerfolgen in Serie entschied man den Halbfinal für sich und zog erneut in den Final ein. Die Titelverteidigung schien zum Greifen nah, doch auf der anderen Seite stand im Endspiel das aufstrebende deutsche Team aus Calw gegenüber. Nach der dominierenden 2:0 Satzführung kam das gegnerische Team um den Schweizer Nationalangreifer Raphael Schlattinger immer besser in Fahrt. Unterdessen hat auch starker Regen eingesetzt, der sich im weiteren Spielverlauf immer wieder mit sonnigen Abschnitten abwechselte. Mit diesen schwierigen Verhältnissen konnten die Calwer etwas besser umgehen als Widnau und sie zwangen den Titelverteidiger mit zwei Teilerfolgen in den Entscheidungssatz. In diesem fünften Durchgang war das Spiel auf mittlerweile wieder trockenem Rasen umkämpfter denn je. Nach zwei vergebenen Matchbällen musste Widnau dann beim Spielstand von 13:14 selber einen abwehren. Doch leider kam es erst gar nicht so weit, denn das Spiel wurde mit einem abgepfiffenen Übertritt am Widnauer Service zugunsten der Calwer entschieden. Die Widnauer verpassten damit die Titelverteidigung am EFA-European Cup in extremis.

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