Exklusiv Interview mit Stephanie Brecht, Spielerin des FCSG-Staad Frauen (NLA)

Du bist mit deiner Mannschaft wieder in die höchste Liga der Schweiz aufgestiegen, wie fühlt sich das für dich an?

Es fühlt sich super an. Nachdem wir es vor 2 Jahren nicht geschafft haben, ist es umso schöner dieses Jahr wieder in der höchsten Liga der Schweiz zu spielen. Es ist wieder eine neue Herausforderung und wir müssen uns noch ein wenig an das Tempo gewöhnen, aber ich bin überzeugt, dass wir als Team in der NLA bestehen können und sehe diesen Aufstieg als positiv. Es ist auch wichtig, dass wieder eine Mannschaft aus der Ostschweiz in der obersten Liga vertreten ist.

Man hörte viel von einem Umbruch im Team, was hat sich genau im Team oder Staff geändert?

Ja das stimmt, die letzten paar Wochen waren ein bisschen turbulent. Wir haben sehr viele junge Spielerinnen, aber auch erfahrene die neu zum Team zugestossen sind. Doch man muss auch eingestehen, dass einige Abgänge nicht so geplant waren. Im Staff hat sich bis auf den neuen Trainer Marco Zwissig nicht viel verändert. Da wir ein junges Team beisammen haben, können wir noch viel von Marco hinzulernen und profitieren.

Wie habt ihr euch auf die neue Saison in der NLA vorbereitet?

Die Vorbereitung war ein bisschen durchzogen und viele waren noch in den Ferien. Da viele Spielerinnen neu dazu gekommen sind und uns einige verlassen haben, hatten wir nicht viel Zeit um uns aneinander kennen zu lernen. Doch wir haben noch genügend Zeit und sind überzeugt, dass wir als Team noch besser zusammenfinden.

Aus den bisherigen 4 Meisterschaftsspielen sammelte die Mannschaft nur einen Punkt. Wie kam es dazu? Ist die Liga zu stark für den FC SG-Staad?

Nein das denke ich nicht. Es waren vor allem Flüchtigkeitsfehler und Unaufmerksamkeiten die den Unterschied ausgemacht haben. Aus dem ersten Spiel gegen Lugano habe ich sehr viel positives mitgenommen, da wir gleich einen Punkt Zuhause holen konnten. Dann im zweiten Spiel gegen den FCZ konnten wir leider nicht an die Leistung anknüpfen des ersten und zeigten ein komplett anderes Gesicht. Gegen den FC Basel waren wir in der ersten Halbzeit das bessere Team und sie hatten viel Mühe mit unserem Pressing. Doch in der 2. Halbzeit haben wir durch individuelle Fehler den Sieg verschenkt. Beim Spiel gegen YB war es ähnlich, da wir über weite Strecken den besseren Fussball zeigten. Doch leider waren es nicht 90 Minuten und darum verloren wir die Partie, da die Berner konzentrierter und kaltschnäuziger agierten. Ich denke, wenn wir das in den Griff bekommen von Anfang bis zum Schluss hellwach zu sein, dann wird dies nicht mehr so oft passieren und wir werden unsere Siege einfahren.

Das Team steht unter einer Doppelbelastung. Im Schweizer Cup der Frauen seit ihr eine Runde weiter gekommen. Wie gehst du mit dieser Doppelbelastung um?

Ich persönlich finde den Cup ein cooler Wettbewerb. Letztes Jahr haben wir es bis ins Halbfinale geschafft und wir haben viel Erfahrung sammeln können. Ich denke vor allem für diejenigen die nicht so oft zum Einsatz kommen, ist es eine Möglichkeit sich zu zeigen. So können auch die Spielerinnen mal pausieren, die öfters auf dem Feld stehen.

Du spielst ja bekanntlich in der Offensive. Mit 6 Treffern der gesamten Mannschaft liegt ihr, auf dem 6 Tabellenplatz. Was kannst du oder das Team verbessern, das es mit dem Tore schiessen wieder klappt?

Da hast du absolut Recht. Wir müssen uns im Zweikampf deutlich steigern, sowie auch im läuferischen Bereich. Ich persönlich gebe immer mein Bestes und suche die Abschlüsse zum Tor. Mal klappt es besser, manchmal weniger. Ich bin überzeugt, dass wir unsere Tore noch erzielen werden, aber dafür müssen wir uns Chancen kreieren.

Was zeichnet eure Mannschaft aus, das ihr in dieser Saison den Ligaerhalt schafft?

Obwohl wir ein sehr junges und unerfahrenens Team haben, bin ich überzeugt, dass wir den Ligaerhalt schaffen werden, wenn alle das selbe Ziel verfolgen. Wir haben sehr talentierte Spielerinnen, die sich noch ein bisschen an das Tempo gewöhnen müssen, aber ich sehe es positiv.

Was zeichnet dich im Speziellen aus?

Mich als Mensch zeichnet sicher aus, dass ich immer positiv eingestellt bin. Fussballerisch zeichnet mich vorallem meine Schnelligkeit und das 1 gegen 1 in der Offensive aus.

Was hältst du von SportJack.ch, der regionalen Sport-News-Plattform?

Ich finde es eine sehr gute Plattform. Ich lese viele Berichte von euch im Facebook, aber auch auf Instagram. Unteranderem auch über uns. Ich finde ihr macht eine super Arbeit, die sicher auch sehr Zeitaufwendig ist 🙂

Vielen Dank Stephanie, das du dir die Zeit genommen hast für unser Interview. Weiterhin eine tolle und erfolgreiche Saison, ohne Verletzungen.

Stephanie Brecht / FC SG-Staad

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