Diepoldsau scheitert im Finale an Wigoltingen, Widnau holt Bronze

Bild: Fabio Baranzini / www.baranzini.ch

Am Final-4 Wochenende um die Schweizer Hallenmeisterschaft in Diepoldsau scheiterten die Hausherren letztendlich im Finale am neuen Hallen-Schweizermeister Wigoltingen. Widnau holt sich souverän den dritten Platz und sicherten sich die Bronze-Medaille.

Noch im Halbfinale zeichnete sich beinahe eine Überraschung ab. Faustball Widnau brachte den SVD Diepoldsau-Schmitter an den Rand einer Niederlage und stand nach einer 2:0 Satzführung mit einem Bein bereits im Finale. Doch die Rheininsler kämpften sich ins Spiel zurück und drehten die Partie in extremis.
Im anderen Halbfinale führte ebenfalls der Aussenseiter Elgg gegen den späteren Hallen-Meister Wigoltingen mit 1:0. Die Favoriten aus Wigoltingen kamen jedoch schnell ins Spiel zurück und qualifizierten sich verdient für das Finale.

Bronze für Widnau

Im Bronzespiel standen sich Widnau und Elgg-Ettenhausen gegenüber. Obwohl die Widnauer in dieser Partie zu favorisieren waren, startete Elgg-Ettenhausen besser. Die Zürcher gewannen den ersten Satz mit 11:7. Das war ein Weckruf für die Widnauer, die im zweiten Durchgang gleich mit 10:0 vorlegen und den Satz am Ende mit 11:3 gewinnen konnten. Auch im weiteren Verlauf der Partie waren es nun die Ostschweizer, die das Zepter in der Hand hatten und das Spielgeschehen bestimmten. 
Dank dem 3:1-Sieg sicherte sich Widnau verdientermassen die Bronzemedaille. «Die Enttäuschung nach der knappen Niederlage im Halbfinal war sicher noch spürbar und daher fehlte uns zu Beginn des Halbfinals noch etwas das Feuer», so Captain Mario Kohler. «Mit der Bronzemedaille dürfen wir aber letztendlich trotzdem zufrieden sein, denn anfangs Saison hatten wir uns die Halbfinalqualifikation zum Ziel gesetzt und das haben wir erreicht.»

Hart umkämpftes Finalspiel

Im Final zwischen Wigoltingen und Diepoldsau entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Spektakuläre Abwehraktionen, saubere Zuspiele und krachende Auf- und Rückschläge wurden den Zuschauern in diesem unterhaltsamen Finalspiel geboten. Zuerst waren es die Herausforderer aus Wigoltingen, die sich gegenüber dem Titelverteidiger leichte Vorteile erarbeiten und den ersten Satz gewinnen konnten. Dann aber drehten die Rheininsler in ihrer Heimhalle das Geschehen und gingen mit 2:1 Sätzen in Führung. Wigoltingen gab sich deswegen aber noch längst nicht geschlagen. «Jungs, es liegt heute sehr viel drin in diesem Spiel. Jetzt geben wir nochmals Vollgas», motivierte Coach Yannick Signer seine Spieler beim Seitenwechsel.
Seine Worte zeigten Wirkung: Gleich mit 11:5 holten sich die Wigoltinger den vierten Satz, womit der fünfte Durchgang die Entscheidung bringen musste. Und auch dort war es ein auf und ab. Beim Seitenwechsel führten Diepoldsau mit 6:4 und war auf gutem Weg zur Titelverteidigung. So schien es zumindest, denn Wigoltingen konnte das Spielgeschehen mit sechs Punkten in Folge erneut drehen. Und diesmal wars die Vorentscheidung. Ueli Rebsamen verwandelte den vierte Matchball mit einem Ass und bescherte den Wigoltingern damit den ersten Hallentitel der Vereinsgeschichte. «Es ist speziell, dass wir jetzt auch in der Halle gewinnen konnten. Ich glaube der gesamte Verein hat es verdient, dass wir diesen Titel auch noch holen konnten», freute sich Captain Luca Flückiger nach der Partie. Enttäuscht waren dagegen die Titelverteidiger aus Diepoldsau. Sie hatten sich den Sieg in ihrer Heimhalle zum Ziel gesteckt, mussten sich dann aber mit Silber begnügen. «Es waren ein paar individuelle Fehler zu viel auf allen Positionen. Das mag es gegen Wigoltingen nicht leiden», bilanzierte Diepoldsaus Captain Malik Müller. (Quelle: www.swissfaustball.ch)

Bild: Fabio Baranzini / www.baranzini.ch

 

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