Die Tessiner hatten das Glück auf ihrer Seite und siegten 3:2

Adrian Stöhle 89 schoss beide Tore für den SCR .

Der SC Rheintal wollte es wissen und hatte schon in der ersten Minute zwei dicke Möglichkeiten. Es entwickelte sich ein temporeiches Spiel, mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Mehr als einen Pfostenschuss gab es aber nicht und auch das erste Powerplay der Rheintaler verstrich ungenutzt. Nach einer rüden Attacke gegen Lins, die ungeahndet blieb, rächte sich der kleine Sandro Stoop. Er legte ungeahnte Kräfte offen  und es gab eine handfeste Keilerei. Die beiden wurden für je vier  Minuten in die Kühlbox geschickt. Ein mehr als salomonisches Urteil.  Beide Teams waren auf Augenhöhe, legten ein flottes Tempo hin und zeigten was sie drauf hatten. Eishockey auf sehr gutem Niveau, was fehlte, war das Salz in der Suppe oder eben Tore. Und wieder einmal hätte der SC Rheintal eigentlich führen müssen. 

Sandro Stoop hat einen schönen Schritt nach vorne gemacht seit letzter Saison. 
Der Götti von Sandro Stoop ist die Alpha Rheintal Bank 

Ausgeglichen auch im Mitteldrittel

Die Tore kamen dann doch noch, Bellinzona nutzte eine kurze Unaufmerksamkeit in der Abwehr aus und markierte das 0:1. Je eine kleine Strafe brachten nichts zählbares, aber es war Spektakel pur in der Halle. Vincent Sauter parierte zwei Solovorstösse souverän und auch der Tessiner Goalie spielte stark. Zur Spielmitte kam dann der verdiente Ausgleich von Adrian Ströhle. Die Stimmung wurde immer besser und die gut vierhundert Zuschauer waren zufrieden. Und mit ausgeglichenem Spielstand 1:1 ging es ins letzte Drittel, wo nun jedes Tor die Entscheidung hätte sein können.

Der kleine Unterschied

Vitali Lakhmatov, der alte Haudegen mit Jahrgang 1981 und über 750 Nationalliga-Spiele Erfahrung, liess sich nicht zwei Mal bitten und nutzte einen kleinen Fehler gnadenlos aus. Die Gäste gingen nun mit 2:1 in Führung. Das schönste Tor des Abends zum erneuten Ausgleich machte wiederum Adrian Ströhle. Sein platzierter Hammerschuss prallte blitzschnell wieder aus dem Gehäuse zurück, doch das geübte Auge des Schiedsrichters erkannte richtigerweise auf Tor, auch wenn die Tessiner noch protestierten. Und dabei war der SC Rheintal erst noch in Unterzahl. Darum lief dies auch weiter und so brachte Spinedi seine Farben im Powerplay wieder in Führung. Zwar hatten die Luchse auch noch zwei Mal Powerplay, doch das Glück war ihnen nicht Hold. Die Zeit verstrich und auch ohne Goalie war nichts mehr zu machen. Eine weitere bittere Niederlage, mit der Erkenntnis, dass man einem starken Gegner Paroli bieten konnte. Was beim SC Rheintal fehlt, ist ein Vollstrecker, einer der auch schmutzige Tore schiesst. Chancen dazu gab es wieder einmal genügend und auch Anwärter auf diesen Posten wären in der Mannschaft durchaus vorhanden. Doch vielleicht schlägt er schon im nächsten Spiel zu. 

Da nützt die schönste Tanzeinlage nichts.

Fotos : Karin Manser

Denn am Dienstag ist Cupspiel gegen EHC Illnau- Effretikon und am kommenden Samstag das Heimspiel gegen den EHC Burgdorf. 

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