Der SC Rheintal verliert nach heroischem Kampf in letzter Minute mit 2:4

Die Rheintaler hatten sich viel vorgenommen und ergriffen schnell die Initiative. Nach einigen guten Möglichkeiten dann der erste Gegenstoss mit dem ersten kuriosen Tor. Die Verteidiger zu wenig resolut, die Scheibe irgendwie abgelenkt und im Tor gelandet. Die Gäste führten aber nur kurz,  weil Mica Moosmann die Partie wieder ausglich nach einer tollen Einzelleistung. Er kreiste solange vor dem Tor, bis die Lücke offen war und er die Ecke aussuchen konnte. Die Rheintaler wollten gleich nachlegen, doch der starke Berner Hüter wusste dies zu verhindern. Und weil es bis anhin noch keine Strafe gab, wurde diese auch noch ausgesprochen. Es gab 2 Minuten gegen den SCR wegen nichts. Trotz mehr Spielanteilen gelingt den Einheimischen kein weiteres Tor, darum der Pausenstand 1:1. 

Burgdorf brauchte wieder nur knapp 5 Minuten bis zum nächten Tor. Die Rheintaler brachten die Scheibe wieder einmal nicht aus dem Drittel und so nahmen die Emmentaler die Einladung dankend an und Vincent Sauter war zum zweiten Mal geschlagen. Adrian Ströhle haderte wegen einer Strafe mit dem Schiedsrichter und bekam dafür Zuschlag in Form von nochmals zwei Minuten. Defensive war nicht unbedingt die bevorzugte Arbeit von Lukas Sieber, dafür glänzte er in der Offensive. Der SC Rheintal erkämpfte sich die Scheibe, schickte den schnellen Stürmer los und dieser verwertete eiskalt zum erneuten Ausgleich. Dieser Unterzahltreffer veranlasste Andy Keller zum Timeout, denn die Strafe lief weiter, doch zählbares schaute trotzdem nicht mehr heraus. Es gab noch einige Herzschlagmomente im Mitteldrittel,   verpasste Chancen und Paraden der beiden Torhüter, doch es blieb beim ausgeglichenen Spielstand von 2:2. 

Entscheidung im Schlussspurt

In Schlussabschnitt wollten die Luchse eine erneute Gästeführung unbedingt verhindern und so machten sie permanent Druck auf das Gästetor. 18 Minuten totale Spielkontrolle und Dauerbeschuss des Berner Tores, der SC Rheintal klar besser, aber im Abschluss ineffizient. Zwar jubelten die Luchse wegen eines vermeintlichen Tores, doch die schlecht postierten Unparteiischen hatten nichts gesehen und so halfen alle Proteste nichts. Und als alle, vor allem die Nater Boys, sich schon gedanklich mit einer Verlängerung befassten, schlugen die Berner zu. Andy Keller verlangte Geduld von seinen Spielern und das machte sich bezahlt. Denn der erste richtige Angriff führte anderthalb Minuten vor Schluss zur Entscheidung. Noch einmal zu wenig energisch und dann kullerte die Scheibe von der blauen Linie in Richtung Tor und fand den Weg tatsächlich ins Netz. So ein Treffer dürften die Luchse in letzter Minute nicht bekommen. Da war aber nicht nur der Torhüter, sondern auch seine Vorderleute mitschuldig. Ohne Torhüter missriet auch noch das Überzahlspiel und der vierte Treffer war nur noch Zugabe. Und so vermeldete die Berner Polizei in der Person von Andy Keller drei gestohlene Punkte, die aber Tatsache und nicht einklagbar sind. Die wiederum über 450 Zuschauer sahen ein spannendes Spiel mit vielen guten Aktionen, welches aber wie vor Wochenfrist mit einer herben Enttäuschung zum Schluss endete. Die Luchse haben alles gegeben und dürfen mit ihrem Einsatz zufrieden sein, denn irgendwann werden die Hockeygötter auch wieder auf ihrer Seite stehen.

Weiter geht es schon am Mittwoch um 20.00 Uhr in Wil. 

Nächstes Heimspiel am Sonntag 1. Dezember um 18.00 Uhr gegen den HC Luzern. 

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