Der SC Rheintal verliert in Wil nach Penaltyschiessen mit 5:6

Der SC Rheintal verliert in Wil nach Penaltyschiessen mit 5:6, obwohl man zweimal einen Zwei-Tore-Rückstand (1:3 und 3:5) aufgeholt hatte. 

Von Anfang an spielten die Wiler vor eigenem Anhang schnörkellos und gradlinig auf das Tor der Gäste, auch wenn zu Beginn noch eine gewisse Vorsicht zu spüren war. Der SCR tat sich am Anfang schwer, spielte umständlicher und musste auch gleich zwei Zwei-Minutenstrafen (1. und 3.) einstecken.

In der 11.Minute ging der Favorit dann standesgemäss in Führung, ehe die Rheintaler nur 6 Minuten später aber wieder durch Engler ausgleichen konnte nach Vorarbeit von Holenstein. In einer Phase, in der man eigentlich keine Tor mehr bekommen sollte, schlug es Sekunden vor Drittelsende doch tatsächlich im Kasten der Rheintaler ein und die Hausherren gingen wieder in Führung.

Zwei Minuten vor der Pause zwei Tore aufgeholt

Damit war der Match definitiv lanciert, aber es brauchte ein Powerplay, bis die Wiler in der 32 Minute auf 3:1 davonziehen konnten. Als der SCR auch eine Überzahlsituation nicht nutzen konnte, hatte sich der SCR-Anhang schon mit einem weiteren verlorenen Drittel angefreundet. Aber zuerst realisierte Engler in der 38. Minute den Anschlusstreffer und eine halbe Minute später erzielte Holenstein den 3:3 Ausgleich, der gleichzeitig das Pausenresultat markierte. Danach hatten die Rheintaler sogar Chancen in Führung zu gehen, nutzten diese aber nicht. So waren es die Wiler, die in der 44. Minute wieder ein Tor erzielten und stellten 11 Minuten später wieder den Zwei-Tore-Vorsprung her. 

SCR kann Powerplay in der Verlängerung nicht nutzen

Besser machten es die Rheintaler in der 55. Minute, als man eine Powerplay ausnutzen konnte und wieder auf 4:5 verkürzte. Dieser Aufwind nahm man gleich mit und glich die Partie nur eine Minute später aus. In der hochdramatischen Schlussphase musste der SCR nochmals zwei Zwei-Minuten-Strafen überstehen, war teilweise sogar nur zu dritt auf dem Eis und begann auch die Verlängerung mit einem Mann weniger. Als in der 62. Minute ein Wiler vom Eis musste, hätte sich der SC Rheintal für seine aufopfernde Aufholjagd und seiner Moral belohnen können, doch den Luchsen gelang es an diesem Sonntag nicht mit einem Tor mal vorzulegen. So ging es ins Penaltyschiessen.

SCR nutzte eine Führung im Penaltyschiessen nicht aus

Dort wurde zu Beginn ein Tor der Wiler aberkannt, welches aber nach längeren Diskussionen trotzdem gegeben wurde. Dies war zwar eine etwas skurrile Szene, aber der SCR hätte es noch einmal in den eigenen Händen gehabt, den dramatischen Match zu seinen Gunsten zu entscheiden. Taten sie aber nicht, verschossen die letzten drei der fünf Penaltys und Wil siegte in diesem Teilwettbewerb mit 3:2 und gewann somit das Spiel mit  6:5 nach Penaltyschiessen. Der SC Rheintal hatte den Punkt durch seine Leistung aber mehr als verdient, weil man auch zweimal einem Zwei-Tore-Rückstand nachrennen musste und dabei nie aufgab. 

Einen guten Einstand hatte auch der neue Verteidiger Laurin Curschellas, der sich sofort zurecht fand und sich beinahe noch in die Liste der Torschützen eingetragen hätte. 

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