Der SC Rheintal verliert gegen ein überlegenes Bellinzona mit 8:1

Mit viele guten Vorsätzen und hochmotiviert reisten die Rheintaler ins Tessin, wo eine gross Unbekannte aus sie wartete, das neue Team von der GDT Bellinzona. Wie angekündigt, ist das Kader in den letzten drei Wochen auf fast wundersame Weise auf 30 Spieler angewachsen. So konnte der Trainer Nicola Pini in seiner achten Saison bei Bellinzona aus dem Vollen schöpfen, während beim SC Rheintal schon wieder ein  Verteidiger-Notstand herrschte. Die Übermotivation zeigte sich, als bei der ersten Strafe gegen die Tessiner gleich sechs Luchse aufs Feld stürmten und sich so den Vorteil selber nahmen. Ströhle verpasste seine erste Riesenchance, dann folgten weitere kleinliche Strafen gegen die Gäste und damit Powerplay für die Hausherren.  Erst beim dritten Nachschuss musste sich Vincent Sauter geschlagen geben und die Tessiner Führung akzeptieren. Mit einem schönen Konter realisierte Michael Holdener den verdienten Ausgleich. Aus abseitsverdächtiger Position dann das unglückliche 2:1, umso schöner der dritte Treffer, da wurde die SCR Verteidigung bilderbuchmässig ausgekugelt. Der Trainer Roger Nater haderte erstmals mit den Unparteiischen und die Emotionen auf dem Feld entluden sich. Die Pause beim 3:1 sollte Beruhigung einbringen.

SCR zu wenig kaltblütig

Doch es ging im gleichen Stile weiter und trotz Unterzahl hatte der SC Rheintal wiederum zwei sehr gute Möglichkeiten zum Anschluss, doch Torhüter Canepa, der letztes Jahr noch die Nummer zwei bei den Tessiner war, hatte etwas dagegen und zog aller Register. Entgegen dem Spielverlauf erhöhte Bellinzona bis zur Spielmitte auf 5:1. Wieder das alte Lied, der SC Rheintal vergab zu viele Möglichkeiten um zum Torerfolg zu kommen. Auf der anderen Seite brachte man die Scheibe nicht aus dem Drittel und so resultieren Tore dank Glück und hartnäckigem Nachsetzen.  

Zu viele und unnötige Strafen

Für das Schlussdrittel wechselte Roger Nater den Torhüter Vincent Sauter aus, nicht weil er schlecht gespielt hatte, sondern um auch Ramon Metzer Spielpraxis zu geben. Derweil leisteten sich die Brüder Paul Gesellschaft auf der Strafbank und die Tessiner nutzten diese Chance gnadenlos aus zum 6:1. Die Schiedsrichter verloren nun den Überblick komplett und verteilten weitere Strafen. Als dann Adrian Ströhle die Sprachbarriere mit Handzeichen zu überwinden versuchte, geriet das dem Tessiner Head völlig in den falschen Hals und er verpasste ihm fünf Minuten plus Matchstrafe.  Diese doppelte Unterzahl, auch Nico Paul sass wieder in der Kühlbox, brachte den siebten Treffer. Guidotti schloss den Abend mit dem letzten Tor ab, der sich über vier Scorerpunkte freuen durfte in diesem Spiel. Die Tessiner gewannen schlussendlich verdient mit 8:1. Auch wenn das Resultat etwas zu hoch ausgefallen ist, werden sich noch manche Gegner an Bellinzona in dieser Konstellation die Zähne ausbeissen. Und auch die Schiedsrichter müssen nach langer Sommerpause wieder auf Betriebstemperatur oder Liga-Niveau kommen.

Nächsten Samstag erstes Heimspiel: 

SC Rheintal vs EC Wil um 20 Uhr im Sportzentrum Widnau.

Resultat Team 2:

SC Rheintal vs SC  Herisau 4:5 nach Verlängerung.

Tore: Holenstein 2x, Buchli, Schlegel

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